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26 - September 2004 Über einen "bedeutenden" Hof in Gablitz In der schönen Wienerwaldgemeinde Gablitz gab es einst - wie der Wienerwaldforscher Dr. Wilhelm TWERDY feststellte - einen "bedeutenden Hof" dessen Fläche das heutige Kloster der Kongregation der Schwestern vom Göttlichen Erlöser (früher "Töchter des Göttlichen Heilandes"), das Marienheim, die Siedlung Hochbuch und Hauersteig eingenommen haben dürfte. 1311 Bereits 1311 belehnte Bischof Emicho von Freising den reichen Wiener Bürger Ritter Griffo (Greif) mit der "villa Gablitz mit dem Walde im Thal Rozwärtingergraben". Sein Sohn, Jans der Greife, Bürger von Wien, verkaufte 1337 das Dorf Gablitz und den Hof an Herzog Otto den Fröhlichen um 500 Pfund Wiener Pfennige. 1380 1380 erfolgte die Belehnung des Hofes durch den Habsburger Albrecht III. an den Wiener Bürger Paul ERNST. (Zwischen 1337 und 1380 dürfte dieser Hof aber der Familie des "Hans der Gaeblitzer" gehört haben, die dann nach Perchtoldsdorf zogen, sehr reich gewesen sein dürften und in diesem Ort viele Spuren ihrer Tätigkeit hinterließen.) 1398 1398 verkaufte der damalige Besitzer des Hofes, Michel MENSCHEN diesen an Leutold von Chreuspach. 1419 Im Jahre 1419 verkaufte Georg von Chreuspach an Ulrich und Cecilia MISSINGER, die von Herzog Leopold mit diesem Hof belehnt wurden, der anschließend an die Kartause Mauerbach kam. 1492 1492 scheint ein "Heinrich von Gablitz" auf, der laut Abbe´Pilgram "der Letzte seines Stammes" war. 1675 1675 scheint Graf Abele von Lilienberg, Herr auf Blumensuch - er nannte auch den Freihof so - als Besitzer auf. 1685 Nach seinem Tod 1685 heiratete seine Witwe Maria Clara den Grafen von Salburg und diese verkauften den Hof an die "Minderbrüder" (Minoriten), 1751 von denen 1751 den Hof Freiherr Johann Heinrich von Schmidt erwarb, der auch 60 Quadratklafter Grund mit 9 Quellen, in Hochbuch besaß. 1787 1787 gehörte dieser Hof dem Grafen Meraviglia und es scheint in Gablitz auf dem Haus Nr. 1 zum ersten Mal der Name "Bodingbauer" auf, die später diesen Hof erwarben. Vorher aber wurden dieser Hof vom k.u.k. Hofzimmermeister Franz MÜLLNER mit den Parzellen Nr. 101-104 bewirtschaftet. Die "BODINGBAUER" scheinen in dieser Zeit mit den Häusern Nr. 2 und 6 auf. 1861 Aber bereits 1861 besaßen die BODINGBAUER in Gablitz 39 (!) Parzellen und es taucht zum ersten Mal der Namen "Thurnhof" für diesen "bedeutenden" Hof in Gablitz auf, der dann 1861 - 1885 zwischen 1861 und 1885 - nach dem Tod von Frau Bodingbauer an die Kongregation der Töchter des Göttlichen Heilandes (heute "Schwestern vom Göttlichen Erlöser") als Haus Nr. 22 mit Gärten, Äcker, Wiesen, Hutweiden u.s.w. verkauft wurde. Das Kloster finden Sie auf der Übersichtskarte unter Punkt 16 |